Palliativversorgung für eine würdevolle letzte Lebensphase

“Der Mensch kann nur Mensch werden, wenn nach seiner Geburt Menschen da sind, für ihn, mit ihm. Er kann sich aus seinem Leben als Mensch nur verabschieden, wenn er in seinem Sterben nicht allein ist, sondern jemand für ihn da ist, für ihn, mit ihm.“
(Heinrich Pera, Pfarrer)

Palliativversorgung bedeutet für uns, schwer erkrankte Menschen mit begrenzter Lebenserwartung nach einem ganzheitlichen Konzept zu betreuen. Wir möchten durch unsere palliative Tätigkeit den Verbleib im vertrauten Umfeld ermöglichen. Ambulant bieten wir dies mit unseren „sechs Diakoniestationen“ in den Standorten Eschwege, Wanfried, Meinhard, Bad Sooden-Allendorf, Großalmerode und Witzenhausen, stationär durch unsere Senioreneinrichtungen „Vor dem Brückentor“ und dem „Hospital St. Elisabeth“ an.

Die Situation eines schwer kranken, sterbenden Menschen kann von vielen Unsicherheiten und Ängsten bestimmt sein. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, da zu sein, Sicherheit zu geben und individuell auf Vorstellungen, Wünsche sowie persönliche Bedürfnisse einzugehen. Wir möchten zugewandt in dem Rahmen begleiten, der von dem kranken Menschen und seinen Zugehörigen als hilfreich und unterstützend empfunden wird.

Es ist für uns selbstverständlich, dass jeder Mensch bis zuletzt das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben hat. Daher achten und berücksichtigen wir psychosoziale sowie spirituelle Bedürfnisse. Soweit es gewünscht ist, möchten wir im Sterbeprozess Krankenhausaufenthalte vermeiden. Maßstab aller Entscheidungen sind das Wohlbefinden und die Lebensqualität des Betroffenen. Für uns heißt die Begleitung eines sterbenden Menschen, sie als wesentliche Lebenserfahrung in ihrer Einzigartigkeit zu würdigen und zu respektieren.

Das Sterben eines vertrauten Menschen stellt für Zugehörige oft eine krisenhafte Situation dar. Auch ihnen gilt in dieser Zeit unsere Fürsorge und Aufmerksamkeit. Wir möchten einfühlend, tröstend und kraftspendend zur Seite stehen. Hierzu bieten wir persönliche Gespräche an. Je nach Wunsch beziehen wir Zugehörige selbstverständlich in die Betreuung, Begleitung und Pflege eines Sterbenden ein.

Unsere speziell geschulten Palliativ Care Fachkräfte sind persönlich vor Ort. Ihre Fachkompetenz trägt dazu bei, Schwerkranke und Zugehörige im gesamten Krankheitsverlauf kompetent zu unterstützen und zu beraten. Durch die Kooperation mit dem Hospiz- und Palliativnetz Werra-Meißner erbringt die DiaCom Altenhilfe spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV). Das bedeutet, dass Palliativmediziner sowie Palliativ Care Fachkräfte rund um die Uhr, zeitnah zur Verfügung zu stehen. Eine Hauptaufgabe besteht darin, angeordnete Medikamente so frühzeitig zu verabreichen, dass belastendende Symptome insbesondere auftretende Schmerzen, schnell gelindert werden. Daneben erfolgt zur allgemeinen medizinischen und pflegerischen Palliativversorgung eine enge Zusammenarbeit mit Hausärzten und Fachärzten.

Gerne vermitteln wir den Kontakt zu weiteren hilfreichen, stützenden und entlastenden Angeboten. Das sind beispielsweise örtliche ambulante Hospizdienste, deren Ehrenamtliche in die Begleitung in der letzten Lebensphase einbezogen werden können oder auch individuell gewünschte seelsorgerische Begleitungen.

Die verantwortlichen Palliativ-Fachkräfte aus unseren Einrichtungen und Diensten sind jederzeit ansprechbar und unterstützen Bewohner, Patienten und deren Zugehörige.

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Das Palliativpflege-Team der DiaCom-Altenhilfe v.l.n.r. Susanne Döll, Riassa Fried, Milena Saame, Angelika Koch, Petra Albrecht, Carolin Hebel, Johanna Marx, Maria Müller und Jessica Görlitz. Es fehlen Petra Käse,  Margaretha Stützer und Martina Vogt-Ries.

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